Aquaristik
Aquaristik ist irgendwie eine Mischung aus Technik, Natur und Kreativität – und ehrlich, es kann dich ganz schön fesseln. Egal, ob du gerade erst anfängst oder schon ein paar Becken hinter dir hast, am Ende kommt’s wirklich auf die richtige Ausstattung und regelmäßige Pflege an. Deine Fische, Pflanzen und Wirbellosen merken schnell, ob du’s ernst meinst.
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Drei Dinge sind für ein gesundes Becken entscheidend: stabile Wasserwerte, passende Technik und ein sinnvoller Besatz. Wer das im Blick hat, spart sich viele typische Fehler und hat mehr Spaß mit seinem Aquarium. In einem guten Aquaristik Shop findest du alles – von Filtern und Heizungen über Futter bis zu Pflegemitteln.
Hier bekommst du einen Überblick: von der Auswahl des Aquariums über Wasserchemie und Fischbesatz bis hin zu Pflanzenpflege und Technik. Falls du Fragen zu Produkten rund um Haus, Garten oder Tierhaltung hast, schau mal bei Aurexis24 vorbei – das Team dort kennt sich aus und hilft dir gern weiter.
Das passende Aquarium und die richtige Grundausstattung
Beckengröße, Bodengrund, Pumpen, Heizungen, Beleuchtung und Filtermaterial – das ist das Grundgerüst für jedes Aquarium. Die richtige Kombination sorgt dafür, dass dein System stabil läuft und du auch wirklich die Fische und Pflanzen halten kannst, die du willst.
Beckengröße, Standort und Bodengrund sinnvoll wählen
Für Anfänger machen Aquarien ab 54 bis 60 Litern Sinn. Größere Becken sind oft einfacher zu pflegen, weil Schwankungen im Wasser weniger stark ins Gewicht fallen. Ein 112-Liter-Becken ist schon für viele typische Anfängerfische geeignet und gibt dir mehr Gestaltungsmöglichkeiten.
Such dir einen Platz ohne direktes Sonnenlicht – sonst hast du schnell ein Algenproblem (Algenwachstum). Der Untergrund muss eben und stabil sein, denn ein 100-Liter-Becken wiegt locker 120 Kilo, wenn’s voll ist.
Beim Bodengrund hast du die Wahl:
- Kies (2 bis 4 mm Körnung): Der Klassiker, günstig und pflegeleicht. Vor dem Einfüllen gut durchwaschen.
- Sand: Sieht schick aus, perfekt für Bodenbewohner wie Panzerwelse. Kann sich aber verdichten.
- Soil: Spezieller Bodengrund, der den pH senkt – super fürs Aquascaping mit anspruchsvollen Pflanzen.
Rechne etwa 1 Kilo Bodengrund pro 10 Liter Wasser. Hinten etwas höher als vorne – das gibt Tiefe.
Filter, Pumpen, Heizungen und Beleuchtungssysteme im Überblick
Vier Geräte brauchst du auf jeden Fall:
Komponente
Funktion
Empfehlung für Einsteiger
Filter
Filtert Schmutz und baut Schadstoffe ab
Innenfilter bis 100 l
Pumpe
Sorgt für Bewegung im Wasser
Meist im Filter integriert
Heizung
Hält die Temperatur konstant (24–26 °C)
50 W für 60 l, 100–150 W für 100+ l
Beleuchtung
Für Pflanzen und Tagesrhythmus
LED, sparsam und langlebig
Ein Thermometer und ein Wasseraufbereiter (gegen Chlor und Schwermetalle) sind auch sinnvoll. Eine Zeitschaltuhr für das Licht kostet kaum was und macht das Leben leichter.
Innenfilter oder Außenfilter: Welche Lösung passt besser?
Innenfilter sitzen direkt im Becken, sind günstig und super einfach einzubauen – ideal für kleine Aquarien bis etwa 100 Liter. Nachteil: Sie nehmen ein bisschen Platz weg und haben weniger Filtervolumen.
Außenfilter stehen im Unterschrank, sind mit Schläuchen verbunden und bieten deutlich mehr Platz für Filtermaterial. Die Reinigung ist seltener nötig, aber die Anschaffung kostet mehr.
Kurz gesagt: Für dein erstes Becken reicht ein Innenfilter. Wenn du später auf größere Aquarien oder empfindlichere Arten gehst, lohnt sich ein Außenfilter.
Wasserwerte stabil halten und die Pflege richtig planen
Die Wasserchemie entscheidet, wie gut es deinen Fischen und Pflanzen geht. Ohne regelmäßige Wassertests, gezielte Wasseraufbereitung und eine feste Pflegeroutine geht’s einfach nicht.
pH, GH und KH verstehen und richtig einordnen
Drei Werte musst du im Blick behalten:
- pH-Wert: Zeigt an, ob das Wasser sauer, neutral oder basisch ist. Tropische Süßwasserfische mögen meist pH 6,5 bis 7,5.
- GH (Gesamthärte): Gibt an, wie viel Calcium und Magnesium im Wasser ist. 6 bis 16 °dH passt für die meisten Arten.
- KH (Karbonathärte): Stabilisiert den pH und schützt vor gefährlichen Schwankungen. Mindestens 4 °dH sind gut.
Die Werte hängen zusammen. Ist die KH zu niedrig, kann der pH plötzlich abstürzen – das kann für Fische kritisch werden. Die KH wird oft unterschätzt, ist aber echt wichtig.
Wasseraufbereitung, Wasseraufbereiter und Wassertests anwenden
Leitungswasser enthält meist Chlor und Schwermetalle – das ist für Fische nicht ideal. Ein Wasseraufbereiter macht das Wasser fischgerecht. Gib ihn bei jedem Wasserwechsel ins frische Wasser.
Zum Testen hast du zwei Möglichkeiten:
- Teststreifen: Schnell und günstig, aber nicht super genau.
- Tröpfchentests: Präziser, gibt’s für Ammoniak, Nitrit, Nitrat, pH, GH und KH.
Während der Einlaufphase täglich testen, später reicht einmal pro Woche. Ammoniak und Nitrit sollten bei 0 mg/l liegen, Nitrat möglichst unter 25 mg/l.
Algen, Wasserprobleme und Fischkrankheiten früh erkennen
Algen gibt’s immer – schlimm wird’s erst, wenn sie Überhand nehmen. Zu viel Licht, zu viele Nährstoffe oder ein Ungleichgewicht sind oft schuld.
Worauf solltest du achten?
- Grünliches Wasser: Meist Schwebealgen, oft durch Sonnenlicht.
- Braune Beläge: Kieselalgen, vor allem in neuen Becken, verschwinden meist von allein.
- Fische schnappen an der Oberfläche: Kann auf Sauerstoffmangel oder schlechte Wasserwerte hindeuten.
- Weiße Punkte auf der Haut: Typisch für die Weißpünktchenkrankheit (Ichthyo).
Regelmäßige Wasserwechsel von 20–30 % pro Woche helfen gegen die meisten Probleme. Bei Krankheiten: betroffene Tiere isolieren und zuerst die Wasserwerte checken.
Fische, Wirbellose und Fütterung passend zum Becken auswählen
Der Besatz hängt von Beckengröße, Wasserwerten und den Bedürfnissen der Tiere ab. Ein gut geplantes Gesellschaftsbecken bringt Fische, Wirbellose und die richtige Fütterung zusammen.
Zierfische für Einsteiger und typische Arten im Gesellschaftsbecken
Nicht jede Art passt in jedes Becken. Für Anfänger sind friedliche, robuste Fische am besten, die ähnliche Ansprüche haben.
Ein paar bewährte Arten:
Art
Beckengröße ab
Temperatur
Besonderheit
Guppy
54 l
22–28 °C
Farbenfroh, vermehrt sich schnell
Neon-Salmler
54 l
20–26 °C
Ruhiger Schwarmfisch
Panzerwels (Corydoras)
54 l
22–26 °C
Bodenbewohner, mag Sand oder feinen Kies
Platy
54 l
18–28 °C
Robust und gesellig
Diskus
300+ l
28–30 °C
Anspruchsvoll, eher was für Profis
Starte mit 5–6 Fischen und warte zwei Wochen, bevor du mehr einsetzt. So kann sich das biologische Gleichgewicht einstellen. Welse wie der Antennenwels helfen bei Algen, brauchen aber genug Platz und Verstecke.
Garnelen, Schnecken und Krebse als Wirbellose im Aquarium
Wirbellose sind nicht nur hübsch, sie haben auch wichtige Aufgaben.
- Garnelen (z. B. Red Cherry, Amano): Fressen Algen und Futterreste. Amano-Garnelen sind besonders fleißig.
- Schnecken (z. B. Neritina, Turmdeckelschnecken): Fressen abgestorbene Pflanzen und lockern den Boden auf.
- Krebse (z. B. Zwergflusskrebse): Sehen cool aus, sind aber oft territorial. Nicht mit kleinen Fischen oder Garnelen halten.
Garnelen funktionieren auch super in Nano-Becken ab 20–25 Litern. Wichtig ist weiches bis mittelhartes Wasser und eine stabile Temperatur. Die Zucht ist bei vielen Neocaridina-Arten unkompliziert.
Fischfutter, Lebendfutter und artgerechte Fütterung
Wie du deine Fische fütterst, macht einen echten Unterschied für ihre Gesundheit. Es kommt weniger auf die Menge an, sondern mehr auf die Qualität und Abwechslung beim Futter.
Grundregel: Gib nur so viel Futter, wie deine Fische in zwei bis drei Minuten fressen. Was übrig bleibt, belastet das Wasser und lässt Algen sprießen.
Was gibt’s an Futterarten?
- Flockenfutter / Granulat: Das klassische Futter, das fast jeder nutzt. Flocken schwimmen oben – perfekt für Oberflächenfresser. Granulat sinkt langsam ab, ideal für Fische in der Mitte.
- Tabletten / Chips: Gehen direkt auf den Boden. Super für Welse und andere Bodenbewohner wie Panzerwelse.
- Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven): Enthält viele Nährstoffe und bringt Abwechslung. Ein- bis zweimal pro Woche ist völlig ausreichend.
- Frostfutter: Einfach zu lagern, ähnlich nahrhaft wie Lebendfutter.
Übrigens: Erwachsene Fische kommen locker ein oder zwei Tage ohne Futter aus. Das hilft sogar, das Wasser sauber zu halten.
Pflanzenwelten, Spezialbereiche und ergänzende Teichtechnik
Aquarienpflanzen, Wasserpflanzen und der passende Dünger sorgen für gesundes Wachstum und machen das Becken auch optisch spannender. Viele entdecken im Laufe der Zeit noch Meerwasser, Aquascaping oder den Gartenteich für sich.
Aquarienpflanzen, Wasserpflanzen und Pflanzendünger für gesunde Layouts
Echte Pflanzen sind mehr als nur Deko. Sie produzieren Sauerstoff, nehmen Nährstoffe auf und machen den Algen das Leben schwer. Für den Anfang sind robuste Pflanzen am besten geeignet:
- Anubias: Wächst langsam, braucht kaum Licht, wächst gut auf Holz oder Steinen.
- Javafarn: Sehr pflegeleicht und in vielen Größen zu finden.
- Vallisnerien: Bilden schnell dichte Pflanzenwände im Hintergrund.
- Javamoos: Toll für Garnelen und als Versteck für Jungfische.
Pflanzendünger liefert wichtige Nährstoffe wie Eisen und Mangan, die im Leitungswasser oft fehlen. Flüssigdünger lässt sich einfach dosieren und reicht für die meisten Aquarien. Marken wie Dennerle oder JBL haben sich da echt bewährt.
Eine CO2-Anlage brauchst du eigentlich nur, wenn du sehr anspruchsvolle Pflanzen oder ein aufwendiges Aquascape planst. Für Einsteiger reicht meist schon gutes Licht und ein Basisdünger.
Süßwasser, Meerwasser und moderne Aquascaping-Konzepte
Die meisten starten mit einem Süßwasseraquarium. Hier gibt’s viele Arten, die Technik bleibt überschaubar, und die Kosten sind kalkulierbar. Vom einfachen Gesellschaftsbecken bis zum aufwendig bepflanzten Naturaquarium ist alles drin.
Meerwasseraquarien sind da schon eine andere Hausnummer. Du brauchst spezielle Technik wie Eiweißabschäumer, starke Beleuchtung und musst die Salzmischung genau treffen. Ohne Erfahrung im Süßwasserbereich wird’s schwierig – hier lohnt es sich, klein anzufangen.
Aquascaping ist mittlerweile ein eigenes Hobby. Hier werden Steine, Holz und Pflanzen nach bestimmten Design-Ideen arrangiert, um ein möglichst natürliches Bild zu schaffen. Beliebte Stile:
- Iwagumi: Wenige Pflanzen, dafür viele Steine – sehr minimalistisch.
- Nature Style: Sieht aus wie eine Miniaturlandschaft, mit vielen Pflanzen, Steinen und Holz.
- Dutch Style: Dicht bepflanzt, bunt und mit vielen verschiedenen Strukturen.
Gartenteich und Teichtechnik als ergänzender Bereich
Viele Aquarianer landen irgendwann beim Gartenteich. Die Grundregeln sind ähnlich: stabile Wasserwerte, passende Technik und ein sinnvoller Besatz.
Wichtige Technik sind gute Filter, UV-C-Klärer und Teichpumpen. Gerade bei Fischteichen mit Koi oder Goldfischen ist Filterung ein Muss, weil viel mehr Nährstoffe ins Wasser kommen als im Aquarium. Bei Aurexis24 findest du übrigens alles rund um Garten und Teich.
Teichpflanzen wie Seerosen, Schilf oder Unterwasserpflanzen helfen, das Wasser sauber zu halten und bieten den Fischen Rückzugsorte. Die Mischung aus Technik und Pflanzen sorgt dafür, dass das Biotop lange stabil bleibt – vorausgesetzt, du kümmerst dich regelmäßig drum.
Frequently Asked Questions
Welche Fischarten eignen sich für Anfänger und sind miteinander verträglich?
Guppys, Neon-Salmler, Platys und Panzerwelse sind ziemlich unkompliziert und passen gut zusammen – vorausgesetzt, das Becken hat mindestens 54 Liter. Sie mögen ähnliche Temperaturen (22 bis 26 °C) und sind friedlich. Schwarmfische wie Salmler solltest du immer in Gruppen ab 8 bis 10 Tieren halten.
Wie lange dauert die Einlaufphase eines neuen Aquariums und woran erkennt man das Ende?
Normalerweise dauert die Einlaufphase etwa 3 bis 4 Wochen. In der Zeit siedeln sich im Filter Bakterien an, die Ammoniak und Nitrit abbauen. Fertig ist das Becken, wenn Ammoniak und Nitrit bei 0 mg/l liegen und Nitrat unter 25 mg/l bleibt.
Welche Wasserwerte sind entscheidend und wie werden sie zuverlässig gemessen?
Wichtig sind pH, GH, KH, Ammoniak, Nitrit und Nitrat. Tröpfchentests sind genauer als Teststreifen – die lohnen sich echt. Während der Einlaufphase solltest du täglich messen, später reicht meistens einmal pro Woche.
Wie oft und in welchem Umfang sollte ein Wasserwechsel durchgeführt werden?
Einmal pro Woche 20 bis 30 Prozent Wasser wechseln – das ist ein guter Rhythmus. Altes Wasser absaugen, frisches temperiertes Wasser mit Wasseraufbereiter dazu. Das hilft am besten gegen Algen und schlechte Wasserwerte.
Wie wählt man Filter, Heizer und Beleuchtung passend zur Beckengröße aus?
Für Aquarien bis 100 Liter reicht ein Innenfilter, darüber ist ein Außenfilter besser. Die Heizung sollte 0,5 bis 1 Watt pro Liter bringen, also z.B. 50 Watt für 60 Liter. Bei der Beleuchtung sind LEDs Standard – wie viel Licht du brauchst, hängt davon ab, welche Pflanzen du hast.
Wie lassen sich Algenprobleme nachhaltig verhindern und gezielt reduzieren?
Algen entstehen meistens durch zu viel Licht, zu viele Nährstoffe oder ein unausgewogenes Aquarium. Am besten hältst du die Beleuchtung auf 8 bis 10 Stunden pro Tag – mehr braucht’s eigentlich nicht. Füttere deine Fische lieber sparsam und vergiss die regelmäßigen Wasserwechsel nicht. Schnellwachsende Pflanzen sind echte Helfer, wenn’s um Algen geht. Auch Tiere wie Amano-Garnelen oder Neritina-Schnecken knabbern gerne mal Algen weg und helfen so, das Ganze im Griff zu behalten.